Geben Sie an, ob Sie automatisierte Backups für die Datenbank aktivieren möchten, und geben Sie gegebenenfalls den Speicherungsbereich und die ID-Daten für den Backup-Job an. Danach klicken Sie auf Weiter.
Hinweis: Bevor Sie automatisierte Backups aktivieren, stellen Sie sicher, dass genügend Plattenspeicher zur Speicherung der Backup-Dateien vorhanden ist.
Wenn Sie automatisierte Backups konfigurieren möchten, plant Oracle Enterprise Manager die Ausführung eines Datenbank-Backups jeden Tag zur selben Zeit. Standardmäßig wird die Ausführung des Backup-Jobs jede Nacht um 2 Uhr geplant.
Um automatisierte Backups zu konfigurieren, müssen Sie einen Speicherungsbereich für Backupdateien auf der Platte angeben, der als Fast Recovery-Bereich bezeichnet wird. Sie können das Dateisystem oder eine Automatic Storage Management-Plattengruppe als Fast Recovery-Bereich benutzen. Der für die Backupdateien benötigte Plattenspeicher hängt von dem gewählten Speicherungsverfahren ab. Generell sollten Sie einen Speicherort mit einem freien Plattenspeicher von mindestens 2 GB angeben.
Oracle Enterprise Manager verwendet Oracle Recovery Manager zur Ausführung des Backups. Damit sich Oracle Recovery Manager mit SYSDBA-Berechtigungen bei der Datenbank anmelden kann, müssen Sie den Benutzernamen und das Kennwort eines Betriebssystembenutzers angeben, der Mitglied der OSDBA-Gruppe bei UNIX-basierten Plattformen bzw. der Administratoren- oder ORA_DBA-Gruppen bei Microsoft Windows ist.
So konfigurieren Sie automatisierte Backups:
Wählen Sie Automatisierte Backups aktivieren.
Wählen Sie das Speicherungsverfahren, das Sie für den Fast Recovery-Bereich verwenden möchten:
Wählen Sie Dateisystem, um ein Dateisystemverzeichnis für den Fast Recovery-Bereich zu verwenden, und geben Sie dann den Pfad für den Fast Recovery-Bereich im Feld Speicherort des Recovery-Bereichs an.
Wählen Sie Automatic Storage Management, um eine Automatic Storage Management-Plattengruppe für den Fast Recovery-Bereich zu verwenden.
Der Standardbenutzer ist der Eigentümer der Oracle-Software, den Sie zur Ausführung von Oracle Universal Installer verwenden (im Allgemeinen oracle).
Hinweis: Nachdem Sie die Software installiert haben, können Sie Oracle Enterprise Manager Database Control verwenden, um die Standardbackupstrategie, den Fast Recovery-Bereich oder den Benutzernamen und das Kennwort für den Backup-Job zu ändern.
In den folgenden Abschnitten werden die Richtlinien für die Verwendung von Dateisystem oder Automatic Storage Management für den Fast Recovery-Bereich beschrieben.
Beachten Sie die folgenden Richtlinien, wenn Sie entscheiden, ob das Dateisystem für den Fast Recovery-Bereich verwendet werden soll:
Wenn Sie eine vorkonfigurierte Datenbank erstellen, müssen Sie ein Verzeichnis in einem Dateisystem mit einem freien Plattenspeicher von mindestens 2 GB angeben.
Als allgemeine Richtlinie gilt, dass der für den Fast Recovery-Bereich verfügbare Speicherplatz mindestens doppelt so groß wie die Datenbank sein muss.
Um die Performance zu verbessern und sicherzustellen, dass kein einzelner Fehlerpunkt zu einem Datenverlust führt, empfiehlt Oracle, dass Sie ein separates Dateisystem für den Fast Recovery-Bereich wählen. Wählen Sie ein Dateisystem, das von Betriebssystem, Oracle-Software und Datenbankdateien getrennt ist.
Hinweis: Aus diesem Grund empfiehlt Oracle, dass Sie den Standardpfad ändern, den Oracle Universal Installer ausgewählt hat.
Stellen Sie sicher, dass der Betriebssystembenutzer, den Sie zur Ausführung von Oracle Universal Installer verwenden, Schreibberechtigungen für das Verzeichnis hat, das Sie angeben.
Bei Oracle Real Application Clusters- (Oracle RAC-)Installationen muss das ausgewählte Dateisystem ein Cluster File System oder ein NFS File System in einer zertifizierten NAS-Einheit sein.
Dies ist die Standardauswahl, wenn Sie die Datenbankdateien in einem Dateisystem speichern möchten. Sie können jedoch auch Automatic Storage Management für Backup-Dateien verwenden, selbst wenn Sie dieses Verfahren nicht für die Datenbankdateien gewählt haben.
Oracle Universal Installer stellt einen Standardpfad bereit, der wie folgt gewählt wird:
Bei UNIX-basierten Systemen:
Wenn die Umgebungsvariable ORACLE_BASE beim Starten von Oracle Universal Installer definiert ist, ist der Standardverzeichnispfad $ORACLE_BASE/recovery_area.
Wenn die Umgebungsvariable ORACLE_BASE nicht definiert ist, Sie jedoch Schreibberechtigungen in dem übergeordneten Verzeichnis des Oracle Home-Verzeichnisses haben, ist der Standardverzeichnispfad oracle_home_parent_dir/recovery_area, wobei oracle_home_parent_dir der Pfad zu dem übergeordneten Verzeichnis des angegebenen Oracle Home-Verzeichnisses ist.
In allen anderen Fällen ist der Standardverzeichnispfad oracle_home/recovery_area, wobei oracle_home der Pfad zu dem angegebenen Oracle Home-Verzeichnis ist.
Bei Microsoft Windows-Systemen:
Der Standardverzeichnispfad ist ORACLE_BASE\recovery_area, wobei ORACLE_BASE das übergeordnete Verzeichnis des Oracle Home-Verzeichnisses ist, in dem Sie das Produkt installieren.
Beachten Sie die folgenden Richtlinien, wenn Sie entscheiden, ob Automatic Storage Management für den Fast Recovery-Bereich verwendet werden soll:
Wenn Sie eine vorkonfigurierte Datenbank erstellen, müssen Sie eine Plattengruppe mit ausreichend Plattenspeicher für die Datenbank und die Backupdateien wählen oder erstellen. Der effektive Plattenspeicher, der für die Backupdateien benötigt wird, beträgt 2 GB. Je nach Redundanzebene, die von der Plattengruppe verwendet wird, ist der erforderliche physische Plattenspeicher doppelt oder dreimal so groß wie dieser Wert, wenn Sie die Redundanzebenen Normal oder Hoch wählen.
Als allgemeine Richtlinie gilt, dass der für den Fast Recovery-Bereich verfügbare Speicherplatz mindestens doppelt so groß wie die Datenbank sein muss.
Um die Performance zu verbessern und sicherzustellen, dass ein Plattenfehler behoben werden kann, empfiehlt Oracle, dass Sie eine Plattengruppe mit Normaler oder Hoher Redundanz verwenden.
Bei Oracle RAC-Installationen muss die Plattengruppe, die Sie wählen oder erstellen, Speicherungseinheiten verwenden, die von allen Cluster-Knoten gemeinsam benutzt werden.
Dies ist die Standardauswahl, wenn Sie die Datenbankdateien mit Automatic Storage Management oder Raw Devices speichern möchten. Sie können jedoch auch das Dateisystem für Backup-Dateien verwenden, selbst wenn Sie dieses Verfahren nicht für die Datenbankdateien gewählt haben.
Geben Sie die Betriebssystembenutzer-ID-Daten zur Ausführung des Backup-Jobs an.
Benutzername: Geben Sie den Betriebssystembenutzernamen ein, mit dem Sie den Backup-Job ausführen möchten.
Kennwort: Geben Sie das Kennwort für den Betriebssystembenutzer ein, den Sie im Feld "Benutzername" festgelegt·haben.